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"Tötung auf Verlangen"

Die Sterbehilfe ist in Deutschland stark umstritten. Es gibt viele Befürwörter und auch viele Gegner. Zuerst sollte man sich jedoch bewusst werden, dass die indirekte und passive Sterbehilfe in Deutschland durchaus erlaubt ist, die aktive Sterbehilfe jedoch verboten. Der Unterschied liegt in der "dritten Person", wie so schön gesagt wird.  Um einen Überblick über die verschiedenen - ich nenne es einmal - Arten der Sterbehilfe zu erhalten, empfehle ich euch folgende Seite des Focus: http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-10961/gesetzentwurf-wann-ist-sterbehilfe-strafbar-und-was-ist-erlaubt_aid_315208.html

Dort steht auch noch einmal, wann Sterbehilfe strafbar ist.
Für mich geht es jetzt jedoch wirklich nur um den illegalen Teil der Sterbehilfe.
Sterben ist für viele ein Tabu-Thema.

Warum ich mich damit ausführlich beschäftige? Nunja. Ich erlebe es jeden Tag, zwar nicht beim Menschen, sondern beim Tier, aber auch das ist ein Lebewesen, das durchaus sehr stark leiden kann und sehr wohl Schmerzen empfindet, allerdings nicht selbstständig über das Ende seines Lebens entscheiden darf, sondern in diesem Fall übernimmt es immer der Besitzer. 

Ich möchte dazu sagen, dass das Mittel der Euthanasie (Einschläferung) in der Tiermedizin keine Qual, sondern ein Geschenk ist. Denn ich erlöse lieber jemanden, der Todesqualen leidet, als ihn dahinsiechen zu lassen. Es ist dann nämlich kein Sterben mehr, sondern ein Verrecken und das hat niemand verdient. 

Ihr ahnt nicht, wie viele alte Menschen zu uns kommen und sagen:
"Ach Herr Doktor, meinen Hund konnten sie doch auch erlösen, können sie das nicht mit mir auch machen, wenn es soweit ist? Ich bin doch so fürchterlich krank."
Also warum dürfen wir unsere geliebten Tiere erlösen, aber unsere geliebten Menschen müssen unter Morphium verrecken und dürfen nicht in Frieden einschlafen?
Warum darf jemand drittes für mich nicht entscheiden, dass ich nun sterben sollte und darf, wenn ich sowieso nichts mehr mitbekomme, weil ich so stark unter Medikamenten stehe, dass ich nichts und zwar absolut gar nichts mehr merke?

Ich habe es in meiner eigenen Familie gesehen, dass der arme Mensch am Ende nicht sprechen konnte, nicht einmal mehr den Kopf heben konnte, weil der Krebs den Menschen schon vollständig verschlungen hatte und niemand konnte dem Menschen helfen, niemand konnte es endlich beenden, weil wir uns alle strafbar gemacht hätten.

Ich bin eindeutig für die Legalisierung von Tötung auf Verlangen, wenn es in einem zurechnungsfähigen Zustand mit der Person abgeklärt ist und somit missbrauch vermieden werden kann! 

3.11.14 22:01

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